Biosphärenreservat und Nationalpark Hand in Hand

Aus beiden Schutzkategorien soll sich eine Symbiose entwickeln. Aus vielen kleinen Kernzonen des Biosphärenreservats werden große Kernzonen, die Kernzone des Nationalparks.

Die Umweltbildungsaufgaben sollen sich ergänzen. Während sich das Biosphärenreservat überwiegend mit dem Menschen und der Kulturlandschaft beschäftigt, baut der Nationalparkgedanke auf Wildnis und der Erforschung natürlicher Prozesse auf. Beide Schutzkategorien haben den Auftrag, erlangtes Wissen greifbar und erlebbar für die Bevölkerung zu machen. So könnte ein außergewöhnlicher Bildungsstandtort entstehen.

Beispiel Berchtesgaden

Dieses Modell ist nicht neu. In Berchtesgaden gibt es einen Nationalpark innerhalb des Biosphärenreservats. Statt vieler kleiner Kernzonen (Rhön), gibt es eine große Kernzone, die gleichzeitig als Kernzone des Nationalparks sowie auch des Biosphärenreservates dient.

Beide Ziele ergänzen sich gegenseitig und da auch die Pflege von Offenlandschaften in die Nationalparkverordnung aufgenommen werden kann, werden die Aufgaben des Biosphärenreservates sogar unterstützt von einem Nationalpark. So könnte ein außergewöhnlicher Bildungsstandtort entstehen, der viele verschiedene Lebensräume von der Kulturlandschaft bis zur Urwaldlandschaft abdeckt.

Das Umweltministerium sagt:

„Auch in der Rhön würden sich Nationalpark und Biosphärenreservat sinnvoll ergänzen. In die Suchkulisse eines Nationalparks werden, wo sinnvoll und möglich, Kernzonenflächen integriert. Umgekehrt wäre es im Einzelfall denkbar, bestehende Kernzonen in den künftigen Nationalpark zu verlagern. Im Einzelfall wäre zu diskutieren inwieweit bestehende Kernzonen (des Biosphärenreservats) zurückgenommen werden könnten. […] Der weitere Dialog- und Entwicklungsprozess für einen Nationalpark in der Rhön kann nun dazu dienen, die Synergien zwischen Nationalpark und Biosphärenreservat zu ermitteln und zu nutzen. Das Biosphärenreservat Rhön würde mit einem Nationalpark eine weitere Besucherattraktion erhalten. […] Von den in Bayern liegenden etwa 3.900 ha Kernzonen (des Biosphärenreservates) liegen etwa 2.600 ha im bayerischen Staatswald, davon etwa 1.000 ha in der Nationalpark-Suchkulisse.“

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